Frankfurt am Main

Guter Schutz: Risikolebensversicherung im Überblick

Wer eine Risikolebensversicherung abschließt, möchte seinen Hinterbliebenen im Todesfall ein finanzielles Polster verschaffen. Sinnvoll ist der Abschluss vor allem für Familien mit Kindern, Immobilienbesitzer oder Geschäftspartner. Was genau versichert werden kann und wie das Preis-Leistungs-Verhältnis zu bewerten ist, lesen Sie hier.

Was ist eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung sorgt für die Absicherung der Hinterbliebenen im Falle des Todes. Die Versicherungssumme soll die laufenden Kosten über einen bestimmten Zeitraum abdecken. So werden die Liebsten finanziell abgesichert, um beispielsweise ihren Lebensstandard zu halten, eine adäquate Schulbildung zu ermöglichen oder Darlehen weiter zu bedienen.
Risiko-Lebensversicherungen werden von Banken zudem gerne als Sicherheit für Kredite genutzt. So sind künftige Zahlungen abgesichert. Die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme ist dabei nicht abhängig von der erfolgten Einzahlungsleistung. Im Gegenteil: Auch wenn der Versicherte kurz nach Vertragsabschluss stirbt, und der Leistungsfall eintritt, wird die volle Versicherungssumme gezahlt.

Was ist bei einer Risikolebensversicherung versichert?

Die Risikolebensversicherung versichert die Hinterbliebenen im Falle des Ablebens des Versicherten finanziell. Dazu zählen unter anderem Arbeits-, Freizeit- oder Verkehrsunfälle. Außerdem sind Erkrankungen mit Todesfolge abgedeckt. Bei Mord wird zunächst der Abschluss der Ermittlungen abgewartet, bei Selbstmord gilt eine Karenzzeit von drei Jahren.

Entsprechend prüft der Versicherer vor Vertragsabschluss, wer als Versicherter geeignet ist. Je höher das Risiko des Ablebens – beispielsweise durch Hobbys oder Lebensstil – desto teurer der Versicherungsschutz. Extremsportarten werden stark unter die Lupe genommen und können auch zur Ablehnung durch die Versicherung führen.

Welche Formen der Risikolebensversicherung gibt es?

Es gibt verschiedene Formen von Versicherungsschutz. So wird z. B. zwischen der klassischen und der verbundenen Lebensversicherung unterschieden. Bei beiden Versicherungsarten handelt es sich um einen Todesfallschutz, im Fall des Ablebens der versicherten Person wird immer die vereinbarte Versicherungssumme gezahlt. In der Ausgestaltung der Verträge gibt es jedoch einige Unterschiede.

Klassische Risikolebensversicherung

Bei der klassischen Risikolebensversicherung versichert ein Mensch das eigene Leben über einen definierten Zeitraum mit einer bestimmten Summe. Obwohl es sich in den meisten Fällen um hohe Versicherungssummen und lange Laufzeiten handelt, halten sich die Kosten in Grenzen. Deswegen ist die klassische Risiko-Lebensversicherung besonders geeignet für Familien mit Kindern oder unverheiratete Paare.

Verbundene Risikolebensversicherung

Um einen Partnervertrag handelt es sich bei der verbundenen Risikolebensversicherung. Zwei Menschen versichern über einen definierten Zeitraum das Leben des jeweils anderen. Im Fall des Ablebens einer Vertragspartei, wird die Versicherungssumme ausgezahlt. Danach entfällt der Schutz für den Hinterbliebenen. Die Versicherungssumme wird nur einmalig ausgezahlt. Entsprechend ist das Modell für unverheiratete Paare, Ehepaare und Geschäftspartner interessant.

Was ist wichtig bei einer Risikolebensversicherung? Worauf sollte ich achten?

Beim Abschluss einer Versicherung für den Todesfall sind für die versicherte Person die Höhe der benötigten Versicherungssumme sowie die Laufzeit entscheidend. Der Versicherer wiederum schaut auf Alter, Gesundheitszustand und Lebensstil des Versicherten. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Vertragsbausteine und Ausgestaltungsmöglichkeiten, über die zuvor nachgedacht werden sollte.

Eine Auswahl:

Kosten einer Risikolebensversicherung

Die Kosten für den Versicherungsschutz variieren je nach Anbieter, Voraussetzungen und Wünschen des Versicherten. Durchschnittlich sind für eine vereinbarte Versicherungssumme von 200.000 Euro etwa 200 Euro jährlich fällig. Die Kosten sind individuell verschieden, weil die Menschen verschieden sind. Je höher der Versicherer das Todesfallrisiko der versicherten Person einschätzt, desto höher sind naturgemäß die Versicherungsbeiträge.

Als Risikofaktoren werden u.a. Alter, Gesundheitszustand, Grad der Anstrengung bei Ausübung des Berufes, riskante Hobbys oder Nikotinabhängigkeit in Betracht gezogen. Nichtraucher erhalten beispielsweise in vielen Fällen bessere Konditionen. Aber nicht alle Versicherer bewerten die Faktoren gleich.

Achtung Kleingedrucktes: Beim Abschluss einer RL-Versicherung sind immer Netto- und Bruttobeiträge genannt. Der Nettobeitrag – oder auch Zahlbeitrag – ist der aktuell fällige Versicherungsbeitrag. Dieser ist jedoch nicht garantiert. Der Versicherer kann, beispielsweise aufgrund der wirtschaftlichen Lage, den Preis anheben. Der Bruttobeitrag ist in diesem Fall der Beitragsdeckel, d.h. der höchstmögliche, fällige Beitrag.

Manche Versicherer bieten eine Festpreisgarantie bei der Risikolebensversicherung. Das heißt, es bleibt während der gesamten Laufzeit bei der Zahlung der Nettopreise und ein Verteuerungsrisiko der Versicherung entfällt. 

Warum eine Risikolebensversicherung abschließen?

Beim Abschluss einer Versicherung geht es um den finanziellen Schutz der Hinterbliebenen. Wenn der Versicherte also stirbt, bekommen seine Angehörigen eine Todesfallsumme. So kann der Lebensstandard erhalten werden. Ist die Versicherungssumme hoch genug, wird die finanzielle Lücke oder gar Existenzbedrohung durch Wegfall eines Einkommens abgewendet.

Gerade auch bei einer größeren Investition mit einem Kredit längerer Laufzeit lohnt es sich, über eine Lebensversicherung nachzudenken. So können die Hinterbliebenen beispielsweise die Raten vom Hauskauf auch nach Ableben eines Familienmitglieds sorgenfrei begleichen.

Ein Vorteil der Versicherung liegt dabei auf der Hand: Die Beiträge für eine hohe Versicherungssumme sind vergleichsweise niedrig. Je nach Risiko.

Wann sollte ich eine Risikolebensversicherung abschließen?

Seine Liebsten abzusichern ist immer wichtig. Grundsätzlich kann jeder zu jeder Zeit – insofern keine schweren Vorerkrankungen vorliegen – eine Versicherung für den Todesfall abschließen. Dennoch sollte man das Timing beim Abschluss nicht außer Acht lassen.

Ratsam ist eine Risiko-LV bei Heirat oder Geburt eines Kindes. Ebenso wenn eine größere Investition getätigt wurde, deren Finanzierung abgesichert werden muss. Niemand möchte seiner Familie einen unüberwindbaren Schuldenberg hinterlassen, wenn ein Jahreseinkommen fehlt.

Langsam überflüssig wird die zusätzliche finanzielle Sicherheit, wenn die Kinder ihre Ausbildung abgeschlossen haben, das Haus bezahlt ist oder die Rente naht. Dann lohnen sich andere Absicherungen meist mehr, wie beispielsweise die Unfall-Zusatzversicherung.

Wann zahlt die Risikolebensversicherung und wann nicht?

Grundsätzlich zahlt die Versicherung die Todesfallsumme unabhängig von der Todesursache. Doch es gibt Ausnahmen, die in den Vertragsbedingungen festgehalten sind. In diesen Fällen zahlt der Versicherer nicht:

Mit einer Risikolebensversicherung schützt du deine Angehörigen und deckst somit den Lebensstandard ab.

#wiki

Wie sollten Sie die passende Versicherung auswählen?

Viele Versicherungen ähneln sich in Angebot und Preis. Sie sollten sich daher gut informieren und unbedingt die Erreichbarkeit und Servicequalität von Versicherern einfließen lassen. 

Achten Sie dabei auf Qualitätssiegel und verlassen Sie sich nicht nur auf ein Bild, sondern hinterfragen Sie die Prüfung. Ein Gütesiegel von Fralytics ist immer mit einer Auswertungsseite verknüpft. Das bedeutet, dass die Ergebnisse transparent  erfassbar sind und welche Ergebnisse der direkte Kontakttest hatte.

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